Ambulanz von Italien nach Belgien
Der Landtransport aus Norditalien unterscheidet sich deutlich von einer Abfahrt aus Rom, Süditalien oder von einer Insel. Entfernung und Belastbarkeit des Patienten werden gemeinsam beurteilt.
Lange internationale Fahrt
Liegekomfort, Umlagerungen, Toilettenversorgung, Ernährung und Fahrerwechsel werden in die Routenplanung aufgenommen. Maut und Verkehrsaufkommen werden mit Zeitpuffern berücksichtigt.
Geeigneter Krankenwagen
Sauerstoffversorgung, Monitoring und medizinische Besetzung ergeben sich aus den Unterlagen. Ein Standardkrankenwagen ist nicht für jeden Patienten ausreichend.
Über die Alpen
Wetter und Alpenkorridore können die Fahrzeit beeinflussen. Reservevorräte und Medikamente werden nicht auf Basis einer idealen Fahrzeit berechnet.
Übergabe in Belgien
Die Zieladresse und die aufnehmende Abteilung stehen fest. Italienische Dokumente und Wirkstoffe der aktuellen Medikation werden mitgeführt.
Dokumente vor der Abfahrt
Ausweis, medizinische Zusammenfassung, aktuelle Medikation und Kontaktdaten bleiben beim Betreuungsteam. Verändert sich der Zustand, wird die gewählte Route erneut beurteilt.
Von der italienischen Abteilung zur Grenzroute
Das Abfahrtsfenster wird mit dem Zeitpunkt abgestimmt, an dem Arztbrief, Medikamente und Patient tatsächlich bereit sind. Ein Fahrzeug wartet nicht stundenlang mit einem verletzlichen Patienten an Bord. Für nördliche Korridore werden Alternativen besprochen, wenn ein Tunnel, winterliches Wetter oder ein Verkehrsunfall die Route blockiert. Jede Änderung gewährleistet weiterhin eine ausreichende Sauerstoffversorgung und Besetzungskapazität. Die Familie erfährt, welche Grenzroute genutzt wird und warum.